VfB Stuttgart- 1.Fc Kaiserslautern
30.03.2012
Bericht des " Schwabensturm 02"
„Fritz-Walter-Stadion, das alte VfB-Wappen – Größen, die es zu schützen gilt!“
Das Spiel des VfB Stuttgart gegen den 1.FC Kaiserslautern gehört sicherlich zu einer der traditionsreichen Begegnungen der Fußball Bundesliga. Bei beiden Vereinen steht die Tradition im Fokus, auf Pfälzer Seite sicher auch von den Offiziellen deutlich offensiver vertreten als das in Bad Cannstatt der Fall ist. Gerade im Kampf gegen den Abschaum des Fußballs wie Hoffenheim und Rasenball Leipzig fokussiert sich der 1.FC Kaiserslautern auf das Bild des „Traditionsvereins“. Auch in Stuttgart gibt es diese Tendenzen und so befasst sich die Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ seit Herbst 2010 intensiv mit der Zurückgewinnung zum traditionellen Wappen des VfB Stuttgart, das in den 1990er Jahren sukzessiv verändert wurde, um (O-Ton) „den asiatischen Markt zu erobern“.
Weitere Informationen zur Initiative gibt es auf http://www.pro-altes-vfb-wappen.de. Im Rahmen der Initiative fertigten wir das Spruchband mit oben genanntem Text an. Der 1.FC Kaiserslautern und besonders die F
anszene wehren sich seit einigen Jahren gegen den Verkauf des Stadionnamens. In Zeiten wirtschaftlicher Zwänge wird der Kampf sicher schwerer. Für uns ist es deshalb selbstverständlich den Fans des pfälzischen Traditionsvereins Unterstützung in der Bewahrung des traditionellen Stadionnamens zu zeigen. Sowohl für das Fritz-Walter-Stadion als auch das alte, traditionelle VfB-Wappen gilt, dass es Größen sind, die im heutigen modernen Fußball zu schützen sind. Die Besinnung auf diese Werte sind es, die Traditionsvereine von den Ausgeburten des Kommerzes unterscheiden. Umso wichtiger diese Werte zu schützen, für sie zu kämpfen und sich für sie auszusprechen – auch über Vereinsrivalitäten hinweg.
Stellungnahme der "Wilde Horde Köln 1996 " zum Thema "50+1"
15.11.2011
Die 50+1 Regel untersagt Investoren, die Mehrheit eines Vereines zu übernehmen. Martin Kind, Präsident von Hannover 96, versucht jedoch seit Jahren diesen Paragraph in den Statuten der DFL aufzuheben. Nach jahrelangem Streit wurde die 50+1 Regel aufgeweicht und somit Tür und Tor für Investoren geöffnet die in vielerlei Hinsicht eher an den finanziellen Aspekten interessiert sind wie an die traditionellen Werte der Vereine. Investoren, die sich mehr als 20 Jahre im Verein engagieren, haben fortan die Möglichkeit 50% Vereinsanteile plus eine Stimme zu übernehmen. Somit können Sponsoren oder Mäzen die Mehrheitsanteile im Verein erlangen und dadurch den Menschen die den Verein wirklich lieben, die Fußballfans, diesen theoretisch „vor der Nase wegkaufen“.
Um auf diesen Misstand aufmerksam zu machen führten wir am 9.Spieltag der laufenden Saison zum Heimspiel gegen Hannover 96 eine Aktion zu diesem Thema aus. Im Vorfeld dieser Partie wurde in den Medien bereits die Auflockerung der 50+1-Regel thematisiert. Daher präsentierten wir auf der Südkurve 1. FC Köln das Spruchband mit folgendem Inhalt:
20 Jahre für 50+1-Aufhebung? Wir wollen auch in 100 Jahren keine Investoren!
Martin Kind, DFB/DFL sowie alle Personen die scheinbar mehr an einer weiteren Vertiefung der Kommerzialisierung unseres geliebten Fußballsports wie an traditionellen Werten interessiert sind sei damit verdeutlicht das die Aufweichung der 50+1-Regelung nicht den Idealen der Ultras in diesem Land entspricht. Wir können uns allerdings vorstellen dass wir mit dieser Meinung nicht alleine in der Kurve stehen. Es darf niemals zur Gewohnheit werden das Vereine Abhängig von Investoren werden welche eine derartige Abhängigkeit zu ihren Gunsten finanziell ausnutzen könnten. Engagement in einem Verein darf niemals aus der Motivation heraus entstehen Profit heraus zu schlagen! Auf Negativbeispiele aus dem Ausland müssen wir in diesem Zusammenhang an dieser Stelle nicht eingehen, auch weil es mittlerweile schon hierzulande Leidtragende Vereine gibt die auf das falsche Investorenpferd gesetzt haben. Wir möchten den Fußball als Volkssport, geprägt durch farbenfrohe Kurven, Leidenschaft und Enthusiasmus, erhalten und sträuben uns gegen die immer weiter voranschreitende Kommerzialisierung im Fußball. Somit wollen wir auch in Zukunft Fußball in seiner Reinheit bewahren und niemals erleben müssen, dass eine Firma oder ein Investor über die Geschicke unseres geliebten 1.FC Köln entscheiden darf.
Die Reaktion der Medien ist wie zu erwarten ausgeblieben da derartige Aktionen nicht das Gehör in der Öffentlichkeit finden wie es bei den vermeintlich negativen Aktionen der Fall zu sein scheint. Innerhalb der aktiven Fanszene des 1. FC Köln jedoch finden solche Aktionen unsererseits größtenteils Zuspruch in der Hoffnung dass sich dieses Meinungsbild in den Kurven dieses Landes so schnell nicht ändern wird.
Wilde Horde Köln 1996
VfB Stuttgart – Hoffenheim
21.10.2011
Bericht des "Schwabensturm 02" - Fotos vonhttp://www.soke2.de/
Das Spiel gegen die Ausgeburt des modernen Fußballs nutzten wir, um einmal mehr deutlich zu machen, dass wir das Konstrukt Hoffenheim und die dahinter stehende Maschinerie ablehnen und niemals akzeptieren werden. Aus unserer Sicht ist es wichtig immer wieder auf dieses Thema hinzuweisen, denn es wirkt so, dass in manchen Fanszenen eine gewisse Akzeptanz oder zumindest Resignation gegenüber dem Projekt zu spüren ist. Da Aufgabe, Resignation oder gar Akzeptanz aber wohl das endgültige Ende des Kampfes um den Erhalt von Traditionen wäre, sollen die Spruchbänder durchaus auch an andere Fans gerichtet sein. Zu Beginn des Spiels begrüßten wir die Zuschauer im Neckarstadion mit dem Spruchband „Herzlich Willkommen zu einer weiteren Runde Tradition gegen Retorte“. Es ist aus unserer Sicht wichtig, dass auch die „normalen“ Stadionbesucher immer wieder darauf hingewiesen werden, dass da eben kein sympathischer Dorfclub zu Gast ist, sondern ein ausgeklügeltes System. Dieses System ist es, das den Volkssport Fußball bedroht. Zur Zweiten Halbzeit wurde mit weiteren Spruchbändern genau darauf hingewiesen: „Der VfB: Ein Traditionsverein – Ihr: Der Anfang vom Ende des Volkssports Fußball“ dürfte selbsterklärend sein. Zudem gab es dann noch einen Appell an alle anderen Fans, Fanclubs und Kurven „Aufwachen: Projekt „1899“ stoppen!“ Es ist unsere Pflicht als kritische Fangruppe auf Missstände hinzuweisen und sie sichtbar zu machen. Noch ist der Kampf gegen den modernen Fußball nicht endgültig verloren. Solange wir ihn nicht akzeptieren, besteht noch eine Resthoffnung!
Die Reaktion auf die Spruchbänder im Stadion war wohl typisch zurückhaltend. Ein paar applaudierende und zustimmende Gesten konnten von den anderen Tribünen verzeichnet werden. Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte am Montag darauf ein Bild des „Volkssport-Spruchbands“ mit der Unterschrift „Der ewige Kampf Tradition gegen Moderne: die VfB-Fans demonstrieren vor (sic!) dem baden-württembergischen Derby (sic!), was sie von den Hoffenheimern halten.“ Ansonsten gab es wenig Reaktion in den Medien, sieht man von einige Provinzblättern ab, die gegen die VfB-Fans schossen, da Mäzen Hopp nicht mit Jubelgesängen empfangen würde.
Borussia Dortmund - Hertha BSC
18.10.2011
Bericht der Jubos
Vor dem Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin am 5. Spieltag versuchten wir Jubos auf eine aktuelle Problematik des deutschen Fußballs aufmerksam zu machen.
Mit dem Spruchband "Vereine sind kein KINDerspielzeug – 50+1 ohne Einschränkungen!" befassten wir uns mit den Veränderungen bei der 50+1 Regelung, die es fortan Sponsoren ermöglicht, bei einem Verein die Mehrheitsanteile zu übernehmen, wenn sie seit mindestens 20 Jahren in diesem Verein durch Sponsoring tätig waren.
Wir sehen hierin die Gefahr zu einer weiteren Kommerzialisierung des Fußballs, in der Konzerne willkürlich Vereinspolitik bestimmen können, ohne jeglichen Bezug zu dem Verein zu haben. Wir sehen die Gefahr, dass der Fußball zu einem leblosen Spielzeug einiger Konzerne verkommt, bei denen nicht sportliches Können oder intelligentes Wirtschaften, sondern der größere Geldbeutel weniger Herren entscheidet. Eine derartige Entwicklung schadet dem Volkssport Fußball und sollte schnellstens aufgehalten werden. Die 50+1 Regelung muss in ihrer Ganzheit weiterhin bestehen bleiben, ohne jegliche Ausnahmen und Einschränkungen!
Spvgg Fürth - MSV Duisburg
05.09.2011
Bericht der Horidos 1000
Am siebten Spieltag und somit nur wenige Tage nach der Lockerung der 50+1-Regel präsentierten unsere Gruppe zwei Spruchbänder zu dieser Thematik, um die (Stadion-)Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Eines, das ein Wortspiel in Bezug auf den Hauptverantwortlichen für die Lockerung, Herrn Martin Kind (Präsident von Hannover 96), beinhaltete und zugleich auf die Folgen anspielen sollte. Des Weiteren wiesen wir darauf hin, dass "ehrliche Vereinsarbeit" durch die Neuregelung torpediert und bald "das Geld die Siege" einfahren würde. Den Abschluss der kleinen Aktion bildete ein gemeinsames Spruchband mit der Kohorte Duisburg im Gästeblock, das die Forderung "50+1 ohne Kompromisse" beinhaltete.
TSV 1860 München - Karlsruher SC
08.08.2011
Bericht der "Giasinga Buam"
Der Investoreneinstieg Hasan Ismaiks beim TSV 1860 – eine, in ganz „Fußball-Deutschland“, kontrovers diskutierte und überaus umstrittene Angelegenheit. Sind vor allem Gefahren eines solchen Einstiegs an vielen Stellen sicherlich bereits ausgiebig erläutert worden, so würden diese hier auch zugegebenermaßen den Rahmen sprengen. Deshalb wollen wir uns hauptsächlich der Vorgehensweise unserer Gruppe nach der Vollzugsmeldung widmen. Einen Rückblick und die Beweggründe für unser „Weitermachen“ können zudem auf unserer Homepage nachgelesen werden.
Die Wochen nach dem Erwerb der 49% an stimmberechtigten (+ 11% an stimmunberechtigten) KGaA-Anteilen vergingen alles Andere, als ruhig. Neben gewissen Auswirkungen auf die
aktive Fanszene, sollte der Name "Hasan Ismaik" auch im Bezug auf einen möglichen, durch diesen forcierten, Rücktritt unseres Vereinspräsidenten Dieter Schneider in den Gazetten auftauchen. Dazu kam es zum Glück nicht, doch sehen nicht nur wir eine derart massive Einflussnahme des Investors als ungerechtfertigt und durch die Statuten der DFL nicht als hinnehmbar an.
Im Bezug auf diese Thematik fertigten wir daraufhin zum ersten "Heimspiel" gegen den KSC ein umfangreiches Spruchband an, um unserer Meinung Ausdruck zu verleihen: „Ein arabisches Sprichwort: Wer sich in Dinge einmischt, die einen nichts angehen, wird Dinge hören, die einem nicht gefallen“ war in der zweiten Spielhälfte in der Nordkurve zu lesen. Waren wir noch vor einigen Wochen aufgrund unserer Bedenken Becherwürfen in der eigenen Kurve ausgesetzt worden, so scheint sich das Blatt zumindest teilweise gedreht zu haben und viele Anhänger unseres Vereins pflichteten uns nunmehr in diesem Fall bei. Bleibt zu hoffen, dass dies nur ein „Ausrutscher“ war und Ismaik sich wie angekündigt aus dem Tagesgeschäft heraushält.
50+1 muss bleiben!