Stadionnamen sind genauso wie Vereinsnamen oder Vereinsfarben wichtige für die Identität der Vereine. Für uns Fans haben diese Merkmale eine große Bedeutung für die Identifikation mit unseren Vereinen, gerade weil viele Spieler häufig die Vereine wechseln und nicht mehr im selben Maße wie früher als "Identifikationsobjekte" geeignet sind. Gerade Stadionnamen werden hierzulande in letzter Zeit gerne im Rahmen von Sponsoren-Verträgen abgeändert. Diese Entwicklung kritisieren wir und appellieren im Sprachgebrauch diese Änderungen zu ignorieren.

1.Fc Nürnberg- 1. Kaiserslautern

19.12.2011

 

 

Zum Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern e.V. in Nürnberg am 26.11.2011 führten wir in Zusammenarbeit mit Ultras Nürnberg eine Spruchbandaktion zu Beginn der zweiten Halbzeit durch. Diese stand ganz im Zeichen gegenseitiger Solidarität beim Thema Erhalt des Namens Fritz-Walter-Stadion bzw. Umbenennung der Nürnberger Spielstätte in Max-Morlock-Stadion.WJF

 

Der Spruch „Das Fritz-Walter-Stadion wird bleiben...“ (Heimkurve) wurde dabei im Gästeblock vervollständigt: „...Sponsorennamen vertreiben“. Während der erste Teil der Aktion bereits mit viel Applaus im Stadion bedacht wurde, zeigten beide Gruppen im Anschluss die Forderung der Nürnberger Anhänger: „Max-Morlock-Stadion jetzt!“, welche lautstark untermauert wurde.

Nachdem wir mit überwältigendem Rückhalt in der eigenen Fanszene den Preis der Deutschen Akademie für Fußballkultur ablehnten ( Beweggründe siehe unsere Stellungnahme: Generation-Luzifer.de und eine eigene Spendensammlung auf die Beine stellten, welche die 3000 Euro Preisgeld locker übertraf (5400 Euro), stand für uns fest, dass wir zum Auswärtsspiel in Nürnberg ebenfalls auf die Thematik aufmerksam machen wollten.

 

Daher bot sich die Zusammenarbeit mit Ultras Nürnberg und die damit einhergehende Solidaritätsbekundung natürlich an und wurde neben viel Applaus im Stadion auch in der Fanszene positiv wahrgenommen. Wir wünschen der Nürnberger Fanszene weiterhin viel Erfolg beim Kampf darum, das ihr Stadion bald den Namen ihres großen Idols trägt, so wie es in Kaiserslautern für hoffentlich alle Zeit sind wird.

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1. FC Nürnberg - SC Freiburg

15.11.2011

 


Viele Nürnberger dürften am vergangenen Samstag kaum ihren Augen getraut haben: „Club künftig im Max Morlock Stadion“ verkündeten die sich ähnelnden Meldungen der Zeitungskästen (genannt Zeitungsschürzen) von Bild, Abendzeitung und Nürnberger Nachrichten.
Frühestens auf den zweiten Blick ließ sich erkennen, dass es sich dabei nicht um die Original-Meldungen handelte. In den Morgenstunden hatten einige Aktivisten die Zeitungsschürzen ausgetauscht und damit eine weitere Aktion anlässlich der Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“ durchgeführt.
Auch einigen Vertretern der Lokalpresse war der Streich nicht entgangen, wie der Presseschau der Kampagnen-Homepage zu entnehmen ist. Dabei blieb das Medienecho wie auch schon in den Wochen und Monaten zuvor positiv.

 

Weitere Informationen zur Aktion auf www.maxmorlockstadion.de

 

WJF 

SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach

06.11.2011



 Bericht der "Wilden Jungs Freiburg"

 

Ausgerechnet auf der Mitgliederversammlung am 26.09.11 gab Herr Keller, Präsident des Sportclub Freiburg e.V., bekannt dass es am Dienstag – einen Tag später - eine Pressekonferenz über die Ergebnisse des „Stadionausschusses“ geben soll. Schelm wer Böses dabei denkt, nicht nur weil auf der Mitgliederversammlung der geschäftsführende Vorstand für zwei Jahre neu gewählt wurde.

 

Nachdem am Dienstag die Ergebnisse präsentiert wurden, welche dann doch „nur“ zwei neue bzw. die zwei möglichen Standorte für einen Neubau und als drittes den Umbau beinhalteten machten wir uns Gedanken wie wir unsere Position, die einem Umbau des Dreisamstadions favorisiert, nochmals unterstreichen könnten.  Zum nächsten Heimspiel gegen Mönchengladbach welches am Samstag folge wurden kurzfristig zwei Spruchbänder gefertigt.

 

WJF

Zum Einlaufen präsentierten wir ein ca. 18 Meter langes überdimensionales „Pro Dreisamstadion!“ welches mittig der Nordtribüne an den Zaun gedrückt wurde. Zum Einlaufen der zweiten Halbzeit gab es das zweite Spruchband welches ebenfalls hauptsächlich auf das Stadionthema hinweist und allerdings noch einen Abstecher zur sportlichen Situation in der Vergangenen und jetzigen Saison macht (Nächstes Jahr UEFA-Cup oder doch in Liga 2 – Arenatraum vielleicht bald vorbei). Zusätzlich brachten wir in unserem Stadionflyer nochmals ein paar Gedanken zum viel diskutierten Stadionthema unter. 

 

WJF

Auch im Nachhinein wurde das Stadionthema aufgrund der Spruchbänder im Internet nochmals heiß diskutiert, in mehreren lokalen Stadtzeitungen und einigen Onlineplattformen konnte man Bilder vom „Pro Dreisamstadion!“ Spruchband einsehen. Leider war/ist unser Verein mit der Art unserer  Weise wie wir Spruchbänder präsentieren nicht einverstanden. Somit erreichte uns in den Tagen nach dem Spiel die Info, dass der Verein der kompletten Aktiven Fanszene ein Choreo- und Spruchbandverbot auferlegt hat. Im Gleichschritt wurde den Natural Born Ultras eine Choreo beim Heimspiel gegen Hamburg untersagt, die die Mannschaft im Abstiegskampf pushen sollt. Als Grund des Verbotes wurde uns mitgeteilt es handle sich hierbei nicht um den Inhalt der Spruchbänder selbst, sondern alleinig um die Tatsache, dass diese nicht im Vorfeld beim Verein angemeldet wurden. Was man davon halten soll, wenn bisher eigentlich noch nie ein Spruchband angemeldet wurde bleibt jedem selbst überlassen. Wir sind auf jeden fall gespannt wie das Thema Stadion rund um unseren Lieblingsverein weiter geht und in wie weit wir unsere Meinung zu dem Thema im Stadion anbringen dürfen. Eines ist aber klar wir werden für unsere Heimat das Dreisamstadion kämpfen denn es braucht in Deutschland nicht noch eine 0815-Arena welche sich nur an den Farben der Sitze unterscheidet.

 

 

Bayern München - Hertha BSC

28.10.2011


Bei unserem Heimspiel am 15.10.2011 gegen Hertha BSC präsentierten wir ein Spruchband anlässlich eines Jubiläums, dass bei unseren Freunden in Bochum gefeiert wurde. 100 Jahre Fußball an der Castroper Straße. Wir zeigten: "100 Jahre Fußball an der Casse - Für immer Ruhrstadion". Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass egal welchen Namen die Verantwortlichen dem schönen Stadion an der Castroper geben, es für immer Ruhrstadion heißen wird.
Über ein Medienecho oder ähnliches ist uns nichts bekannt.


Schickeria München

SM

VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg

20.10.2011



Als im Jahr 2006 bekannt wurde, dass der Nürnberger Stadionname ähnlich wie in anderen deutschen Städten an einen Sponsor verkauft werden soll, formierte sich Protest gegen das Ungetüm „easycredit-Stadion“. Dabei beschritt die Nürnberger Fanszene einen anderen Weg als in Deutschland üblich: Man führte eine eigene Umbenennung durch. Fortan sollte das Frankenstadion den Namen Max-Morlock-Stadion tragen, benannt nach dem Nürnberger Rekordspieler und -torjäger sowie Weltmeister von 1954.

MaxM1

 

Auch über 5 Jahre später ist die Forderung nach einem Max-Morlock-Stadion noch existent und aktueller denn je. Die Team!Bank hat angekündigt, das Namenssponsoring zum Ende der Saison zu beenden und ein neuer Sponsor ist bislang nicht in Sicht. Dies führte zur Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“, die seit dem Beginn dieser Saison aktiv ist. Sie bündelt die Unterstützer eines Max-Morlock-Stadions und leistet durch verschiedene Aktionen Öffentlichkeitsarbeit. So wurden in dieser Saison bereits mehrere Infostände durchgeführt, Spruchbänder gezeigt und eine große Choreographie beim Spiel gegen Hannover durchgeführt. Dabei zeigten sich auch mehrere andere Fanszenen in Form von Spruchbändern solidarisch.

MaxM1

 

Die Kampagne wurde dabei auch durchaus positiv von den Medien aufgenommen und die Berichte zeigten durchwegs Verständnis für die Forderung der Fanszene. Sogar auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg war das Max-Morlock-Stadion Wahlkampfthema anlässlich der Aufsichtsratwahlen. Die Presseberichte finden sich ebenso wie die Aktionen und die Unterstützerlisten gebündelt auf der Homepage www.maxmorlockstadion.de .

 

Eine passende Aktion zur Kampagne und zugleich anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Meisterschaft von 1961, an der Max Morlock einen entscheidenden Anteil hatte, wurde am vergangenen Wochenende in Wolfsburg durchgeführt. Dort wurde der komplette Gästeblock in rote T-Shirts mit dem Spruch „Max Morlock – Unvergessen“ sowie dessen Konterfei gehüllt. Das Gesamtbild war dabei durchaus zufriedenstellend und auch in den kommenden Wochen wird die Kampagne weiterhin auf sich aufmerksam machen. So wird es beispielsweise am Tag vor dem Heimspiel gegen Stuttgart einen Infostand in der Nürnberger Innenstadt geben, um auch auf die breite Bevölkerung abseits des Fußballs zuzugehen.

 

Weitere Informationen auf www.maxmorlockstadion.de.

 

 

 

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